Die Erosion der liberalen Ordnung und der Aufstieg illiberaler Regierungsführung

Die liberale internationale Ordnung nach dem Kalten Krieg – basierend auf demokratischen Normen, multilateralen Institutionen und regelbasiertem Handel – steht unter anhaltendem Beschuss. Eine aufsteigende Welle des autoritären Kapitalismus, verkörpert durch China und Russland, bietet ein alternatives Modell, das staatliche Kontrolle, Souveränität und wirtschaftliches Wachstum ohne politischen Liberalismus priorisiert. Innerhalb von Demokratien stellen Populismus und Nationalismus multilaterale Verpflichtungen und internationale Zusammenarbeit in Frage. Dieser ideologische Wettbewerb schwächt globale Reaktionen auf transnationale Probleme wie Pandemien und den Klimawandel. Die Welt zerfällt in Einflussbereiche mit konkurrierenden Wertesystemen und bewegt sich von einem unipolaren Moment hin zu einer ungeordneten Multipolarität, in der rohe Macht und bilaterale Abkommen oft kollektive Regeln übertrumpfen.

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