US-Demokratische Senatoren haben eine neue Runde von auf Ethik fokussierten Änderungen zum Gesetz über die Marktstruktur von Kryptowährungen eingereicht, um die Bemühungen zu intensivieren, öffentliche Beamte daran zu hindern, von Interessen an digitalen Vermögenswerten zu profitieren, während der Kongress über die lang erwartete Krypto-Regulierung debattiert.

Die Änderungen wurden am Freitag vor der geplanten Markierung des Senatsausschusses für Landwirtschaft am Dienstag eingereicht, wo die Gesetzgeber voraussichtlich die vorgeschlagene Gesetzgebung überprüfen werden, die darauf abzielt, die bundesstaatliche Aufsicht über Kryptowährungen zu klären, die regulatorische Jurisdiktion zu definieren und klarere Regeln für Marktteilnehmer aufzustellen.

Demokraten zielen auf Interessenkonflikte im Krypto-Bereich ab

Unter den bemerkenswertesten Vorschlägen befindet sich eine Änderung von Senator Michael Bennet, die das Digital Asset Ethics Act in das umfassendere Gesetz über die Marktstruktur integrieren würde. Das Gesetz zielt darauf ab, US-Regierungsbeamte daran zu hindern, finanziell von krypto-bezogenen Unternehmungen während ihrer Amtszeit zu profitieren.

Der Schritt spiegelt wachsende Bedenken der Demokraten hinsichtlich angeblicher Interessenkonflikte wider, die Präsident Donald Trump betreffen, insbesondere seine berichteten Verbindungen zur World Liberty Financial Krypto-Plattform – eine Beteiligung, die Kritiker sagen, hat sein persönliches Vermögen erheblich gesteigert.

Senatorin Elizabeth Warren und andere Demokraten haben wiederholt strengere Schutzmaßnahmen gefordert, um sicherzustellen, dass die Krypto-Gesetzgebung kein Selbstgeschäft von gewählten Beamten oder leitenden politischen Entscheidungsträgern ermöglicht.

Vorschlag würde das Gesetz bis zur Besetzung der CFTC-Stellen verzögern

Eine weitere Änderung, die von Senatorin Amy Klobuchar eingebracht wurde, würde die Umsetzung des Gesetzes bis zur vollständigen Besetzung der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verzögern.

Die CFTC arbeitet derzeit nur mit ihrem Vorsitzenden, Michael Selig, der am 22. Dezember vereidigt wurde. Die verbleibenden vier Kommissarsstellen bleiben unbesetzt, ohne bestätigten Zeitplan für die Ernennungen.

Befürworter der Änderung argumentieren, dass die Durchsetzung umfassender Krypto-Aufsicht ohne einen vollständigen Ausschuss die regulatorische Effektivität und Konsistenz der Durchsetzung schwächen könnte.

Zusätzliche Änderungen erweitern den Umfang über Krypto hinaus

Andere demokratische Senatoren – Roger Marshall, Dick Durbin und Peter Welch – reichten Änderungen ein, um den Credit Card Competition Act an das Gesetz anzuhängen. Der Vorschlag würde Zahlungsnetzwerke und bestimmte ausstellende Banken daran hindern, exklusive Netzwerkvereinbarungen für Kreditkarten durchzusetzen.

Die Ergänzungen unterstreichen, wie die Debatte über die Marktstruktur von Kryptowährungen zunehmend zu einem breiteren Schlachtfeld über Finanzregulierung, Wettbewerbspolitik und Verbraucherschutz geworden ist.

Senatsmarkierung steht vor Unsicherheit

Die Markierung am Dienstag wurde bereits einmal verschoben, nachdem Streitigkeiten über Einschränkungen bei Stablecoin-Belohnungen und Bestimmungen zur dezentralen Finanzierung aufgetreten waren – Meinungsverschiedenheiten, die Coinbase dazu veranlassten, seine Unterstützung für das Gesetz Anfang dieses Monats zurückzuziehen.

Die Gesetzgeber sehen sich nun erneuter Unsicherheit gegenüber, da ein großes Schneesturmereignis vorhergesagt wird, das Washington, DC, treffen könnte und möglicherweise eine weitere Verschiebung erzwingt.

Trotz der Verzögerungen bleibt die Gesetzgebung eines der am genauesten beobachteten Krypto-Gesetze im Kongress, wobei die Teilnehmer der Branche dies als einen entscheidenden Schritt in Richtung langfristiger regulatorischer Klarheit in den Vereinigten Staaten betrachten.