Makroanalyse: Zentralbanken restrukturieren Reserven – Gold kehrt zum Kern zurück

Daten des World Gold Council zeigen, dass 95% der Zentralbanken erwarten, weiterhin Gold zu kaufen, was auf eine strukturelle Neuausrichtung im globalen Reservesystem hinweist.

Gleichzeitig bestätigen die Daten des IWF, dass der Anteil des US-Dollars an den globalen Devisenreserven unter 60% gefallen ist, dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Vor dem Hintergrund einer wachsenden US-Staatsverschuldung, anhaltender fiskalischer Defizite und einer erhöhten Volatilität der realen Zinssätze wird Gold zunehmend als ein resilienterer Reservewert im Vergleich zu US-Staatsanleihen angesehen.

Im Kern spiegelt dieser Wandel eine strategische Präferenz für materielle Vermögenswerte wider, die frei von staatlichem Kreditrisiko sind, mit dem Ziel, die Abhängigkeit von einer einzigen dominierenden Reservewährung zu reduzieren.

Die zentrale Implikation ist nicht ein bevorstehender Zusammenbruch des US-Dollars, sondern vielmehr ein allmählicher Übergang zu einer multipolaren Geldordnung, in der die absolute Dominanz des Dollars weiterhin erodiert.

⚠️ Dieser Inhalt dient ausschließlich Analysezwecken und stellt keine Anlageberatung dar.