Kürzlich habe ich über die Architektur einer plattformübergreifenden dApp nachgedacht und bin auf ein kniffliges Problem gestoßen: Der Dateninseln-Effekt auf verschiedenen Chains ist zu stark. Wenn Vermögenswerte auf Solana ausgegeben und auf Ethereum abgerechnet werden, wo sollte dann die nicht-finanzielle Metadaten (Metadata) gespeichert werden? Die Kosten für die Synchronisation des gesamten Netzwerks sind zu hoch, und die Speicherung auf einer einzelnen Chain verliert die Interoperabilität. Mit dieser Frage im Hinterkopf habe ich @Walrus 🦭/acc erneut betrachtet und festgestellt, dass die Logik hinter der Positionierung als „allgemeine Speicherebene“ gültig ist.
Viele Projekte, die sich mit Speicherung beschäftigen, beschränken ihren Fokus auf die Aktion des „Speicherns“, vernachlässigen jedoch die Bequemlichkeit von „Lesen“ und „Verifizieren“. Das geschickte Design von Walrus besteht darin, dass es die leistungsstarke Konsensschicht von Sui nutzt, um „Speicherbeweise“ zu generieren. Das bedeutet, dass die Blob-ID nicht nur ein Hash-Index einer Datei ist, sondern dass es dahinter ein ganzes Set von Signaturen der Validierungsnoten gibt. Für externe Systeme – egal ob es sich um eine andere Blockchain oder einen Web2-Server handelt – wird die Überprüfung, ob Daten verfügbar sind, sehr leichtgewichtig. Diese Eigenschaft des „Verifizierens ohne Download“ ist entscheidend für den Aufbau plattformübergreifender Anwendungen.
Dies führt zu einer sehr interessanten technischen Ableitung: #Walrus könnte die allgemeine „externe Festplatte“ von Web3 werden. Egal ob es sich um Inschriftenindizes auf Bitcoin, Medien-Daten von NFTs auf Ethereum oder sogar um private Daten handelt, die nicht auf großen öffentlichen Chains sind, all dies kann auf Walrus ausgelagert werden, während auf der Haupt-Chain nur ein minimaler Statuszeiger verbleibt. Diese Architektur entspricht dem klassischen Prinzip der „Separation of Concerns“ in der Informatik – die Ausführungsschicht (wie Sui, Solana, ETH) konzentriert sich auf die Transaktionsdurchsatz, während die Speicherebene sich auf die Kodierung und Persistenz von Daten konzentriert.
Außerdem macht die Kombinierbarkeit der Move-Sprache die Speicherressourcen selbst zu einem programmierbaren Objekt. Ich kann im Code definieren: Das Eigentum an diesem Datenpaket kann übertragen werden oder die Leserechte können vermietet werden. Das ist ein Dimension fortschrittlicher als der bloße statische AWS S3-Bucket.
Die derzeitige Web3-Infrastruktur befindet sich noch in der Bauklötze-Phase, und die meisten Komponenten passen nicht zusammen. Aber die Sicht auf Walrus, das versucht, die zugrunde liegende Speicherlogik zu durchbrechen, lässt mich glauben, dass wir dem echten plattformübergreifenden Verbund einen Schritt näher sind. #walrus $WAL



