Walrus' technische Umsetzung der Blob-Speicherung: Fehlerkorrekturcodierung, Replikationsfaktoren und systematische Kompromisse bei der Datenverfügbarkeit
Wenn man nur auf der Ebene bleibt, dass "Blob eine neue Datenabstraktion ist", ist der Wert von Walrus immer noch unvollständig. Entscheidend dafür, ob Blob als infrastrukturelle Dateneinheit fungieren kann, ist, wie es unter realen Netzwerkbedingungen technisch umgesetzt wird. Jedes Datenprotokoll bleibt, sobald es die Diskussion über die technische Machbarkeit verlässt, nur im Konzeptstadium. Das Design von Walrus für die Blob-Speicherung strebt nicht nach einer theoretischen Optimalität, sondern trifft eine Reihe klarer Kompromisse zwischen Kosten, Verfügbarkeit, Fehlertoleranz und langfristiger Stabilität im Betrieb.
Zunächst ist klarzustellen, dass Walrus beim Design der Blob-Speicherung nicht das traditionelle Denken "hohe Replikationsfaktoren bedeuten Sicherheit" übernommen hat. In vielen frühen dezentralen Speicher-Netzwerken basierte die Datensicherheit hauptsächlich auf einfachen, brutalen Replikationsstrategien: Daten werden auf möglichst viele Knoten kopiert, um ein psychologisches Sicherheitsgefühl zu schaffen: "Solange noch ein Knoten vorhanden ist, wird die Daten nicht verloren gehen." Diese Methode ist in kleinen, wenig genutzten Szenarien akzeptabel, aber sobald man mit KI-Datensätzen, Ressourcen von Blockchain-Spielen oder großflächigen Medieninhalten konfrontiert wird, können die Kosten schnell außer Kontrolle geraten.