MACRO RISK ANALYSE: U.S. OBERSTEN GERICHTSENTSCHEIDUNG ZU TRUMP-ÄRA ZOLLEN
Innerhalb der nächsten 24 Stunden wird vom U.S. Obersten Gericht erwartet, dass es eine Entscheidung zur Rechtmäßigkeit der Handelszölle trifft, die während der Trump-Administration eingeführt wurden. Während dies oberflächlich eine rechtliche Entscheidung ist, sind die potenziellen Konsequenzen fiskalisch, liquiditätsgetrieben und systemisch und werden derzeit vom Markt unterbewertet.
1. Kernrisiko: Ein Unerwarteter Fiskalischer Schock
Wenn die Zölle als rechtswidrig angesehen werden:
- Die Bundesregierung könnte in kurzer Zeit über 600 Milliarden USD an Einnahmen verlieren
- Rückwirkende Steuererstattungen, rechtliche Auseinandersetzungen und Vertragsanpassungen könnten ausgelöst werden
- Das Finanzministerium könnte gezwungen sein, die Schuldenausgabe zu erhöhen oder Notfallfinanzierungsmaßnahmen einzuführen
- Dies ist kein typisches zyklisches Risiko, sondern ein rechtlich bedingter fiskalischer Schock mit unmittelbaren haushaltspolitischen Auswirkungen.
2. Spillover-Effekte auf Finanzmärkte
- Eine solche fiskalische Störung könnte sich schnell zu einem systemweiten Liquiditätsstressereignis entwickeln:
- Ein plötzlicher Anstieg der U.S. Treasury-Ausgaben, der Druck auf die Renditen ausübt
- Finanzsysteme, die gleichzeitig Rückerstattungen, Haushaltsumschichtungen und schnelle Risiko-Neubewertungen absorbieren
- Abrupte politische Umkehrungen, die das Vertrauen in den Markt und die zukünftige Orientierung untergraben
Kritisch ist, dass in diesem Szenario die Liquidität nicht rotiert – sie verlässt das System.
3. Auswirkungen auf Anlageklassen
Wenn die Liquidität sich verengt, tendieren die Korrelationen zwischen den Anlageklassen dazu, sich auf eins zuzubewegen:
- Aktien stehen unter Liquidationsdruck, da Kapital freigesetzt wird
- Anleihen erleben erhöhte Volatilität aufgrund von Angebots- und Renditerisiken
- Höhere Risikoanlagen wie Kryptowährungen versagen als Absicherungen und werden stattdessen zu Quellen der Liquidität
- Dies ist der klassische Mechanismus einer Entschuldungsphase – schnell, breit und erzwungen.
4. Positionierung und Risikomanagement
In einem solchen Umfeld:
- Institutionelles Kapital reduziert typischerweise die Exposition und erhöht die Bargeldreserven im Voraus
- Hochgradig gehebelte Positionen sind am anfälligsten für schnelle Liquidationen
- Volatilität wird nicht durch wirtschaftliche Daten, sondern durch ein systemisches rechtliches Ereignis getrieben.
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