Der Ökonom Peter Schiffs Vorhersage, dass der US-Dollar bis 2026 zusammenbrechen wird, wobei Gold ihn als die weltweit wichtigste Reservewährung ersetzen wird. Schiff nennt strukturelle Mängel in der US-Wirtschaft, übermäßige Abhängigkeit von Verbraucherkrediten und das schwindende Vertrauen in den Reservestatus des Dollars als zentrale Gründe für diese Prognose. Zentralbanken weltweit haben ihre Goldkäufe dramatisch erhöht und überschreiten seit 2022 jährlich 1.000 Tonnen, während sie ihre Bestände an US-Staatsanleihen reduzieren, was einen strategischen Wandel hin zu goldgedeckten Reserven widerspiegelt. Hochrangige Finanzfiguren wie JPMorgan-CEO Jamie Dimon und Citadel-CEO Ken Griffin unterstützen dieses Narrativ und erkennen die aufkommende Rolle von Gold als sicheren Hafen inmitten von Inflation und Staatsrisiken.
Investoren erleben erhöhte Besorgnis und Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität des Dollars, was Ängste über Inflation und Währungsabwertung schürt. Soziale Medien und Marktkommentare haben die Ängste vor einem "Dollar-Crash" verstärkt, was das Interesse an Gold und verwandten sicheren Anlagen erhöht hat. Der steigende Goldpreis über $5,000 pro Unze spiegelt den zunehmenden Kaufdruck wider, der durch dieses Sentiment verursacht wird. Institutionelle Signale, insbesondere die Aktivitäten der Zentralbanken, verstärken den Verlust des Vertrauens in den Dollar und eine Hinwendung zu greifbaren Vermögenswerten wie Gold, was den Einzelhandelsinvestoren einen signifikanten Wandel in den Marktdynamiken und der Präferenz für Reservevermögen signalisiert.
-Vergangenheit: Die Finanzkrise von 2008, die weitgehend mit einem kreditgetriebenen Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes verbunden ist, sah erheblichen Druck auf den Dollar, führte jedoch nicht zu einem Verlust des Dollars als globale Reservewährung. Historisch gesehen diente Gold als Zufluchtsort in Zeiten der Schwäche von Fiat-Währungen, wie während der Inflation der 1970er Jahre oder dem Zusammenbruch von Bretton Woods nach dem Zweiten Weltkrieg.
-Zukunft: Wenn die aktuellen Trends anhalten und die Zentralbanken weiterhin Treasury-Bestände durch Gold ersetzen, könnte der Dollar bis 2026 weiteren globalen Reserve-Status verlieren. Die Inflation wird voraussichtlich zunehmen und die Kaufkraft des Dollars weiter erodieren. Die Goldpreise könnten ohne klare Obergrenze weiterhin stark steigen und potenziell viele Male die aktuellen Preise erreichen, getrieben von Knappheit und sicherem Hafen Bedarf.
Ein Dollar-Crash hätte weitreichende systemische Auswirkungen, einschließlich einer erhöhten Volatilität auf den globalen Finanzmärkten, einer umfassenden Neubewertung von dollar-denominierten Vermögenswerten und verstärkten inflationsbedingten Druck. Die De-Dollarization könnte zu fragmentierten Währungsregimen und einer Neugestaltung des globalen Handels und der Finanzen führen. Für Krypto-Märkte könnte ein solcher Wandel die Nachfrage nach dezentralen Alternativen erhöhen, da Investoren nach Inflationsabsicherungen jenseits von Gold suchen, was potenziell Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte, die als Wertspeicher wahrgenommen werden, ankurbeln könnte. Allerdings würde die Unsicherheit während der Übergangszeit die Risiken erhöhen, einschließlich Liquiditätsengpässen und Kapitalflucht.
Anlagestrategie
Empfehlung: Halten
-Begründung: Die vorhergesagten strukturellen Veränderungen, die sich über Jahre entfalten, erfordern eine vorsichtige Haltung. Während Gold und bestimmte sichere Anlagen von dem schwächeren Dollar profitieren könnten, rechtfertigen plötzliche Marktverschiebungen und Unsicherheiten das Halten bestehender Positionen anstelle einer aggressiven Akkumulation.
-Ausführungsstrategie: Investoren sollten die Inflationsdaten, Trends beim Goldkauf durch Zentralbanken und Bewegungen des Dollarindex beobachten. Teilweise Zuwächse in Richtung Gold oder goldbezogener Vermögenswerte können in Phasen der Dollar-Schwäche oder Inflationsanstiege schrittweise umgesetzt werden, geleitet von technischen Indikatoren wie gleitenden Durchschnitten und RSI für das Timing.
-Risikomanagement: Verwenden Sie Trailing Stops und halten Sie diversifizierte Bestände, einschließlich stabiler Vermögenswerte über Gold und den Dollar hinaus, um die Risiken plötzlicher Marktverschiebungen zu mindern. Achten Sie auf Anzeichen einer beschleunigten De-Dollarization und passen Sie die Exposition entsprechend an.
Dieser Ansatz spiegelt die institutionelle Vorsicht wider, die langfristige thematische Überzeugungen mit Risikokontrollen in Einklang bringt und die Bereitschaft für einen potenziell transformierenden Wandel in den Dynamiken der globalen Reservewährungen gewährleistet, ohne eine Überexponierung gegenüber Volatilität während des Übergangs.