Bitcoins langfristige monetäre Struktur zieht zunehmend Vergleiche mit Gold nach sich, da neue Daten eine zunehmende Kluft im Angebotswachstum zwischen den beiden Vermögenswerten hervorheben.
Laut dem Krypto-Analysten 0xTodd liegt die jährliche globale Goldproduktion derzeit bei etwa 3.600 Tonnen, was einem Marktwert von rund 540 Milliarden Dollar entspricht — etwa ein Drittel der gesamten Marktkapitalisierung von Bitcoin.
In diesem Tempo entspricht die Menge an weltweit gefördertem Gold in drei Jahren dem aktuellen zirkulierenden Marktwert von Bitcoin, was das Ausmaß der laufenden Goldangebotserweiterung unterstreicht.
Das Goldangebot wächst weiterhin jährlich
Die Gesamtmenge an Gold über dem Boden weltweit wird auf rund 220.000 Tonnen geschätzt, mit einer jährlichen Produktionsinflationsrate von etwa 1,6%.
Zwischen 2022 und 2024 haben Zentralbanken in Polen, der Türkei, China, Singapur und mehreren Ländern im Nahen Osten die Goldreserven erheblich erhöht und damit die Rolle von Gold als souveränes Reservevermögen während Zeiten geopolitischer und monetärer Unsicherheit gestärkt.
Das Angebot von Bitcoin wächst langsamer als das von Gold
Die Angebotsdynamik von Bitcoin unterscheidet sich stark.
Nach der Halbierung im Jahr 2024 fiel die tägliche Ausgabe von Bitcoin auf 450 BTC, was einer jährlichen Produktion von etwa 16.000 BTC entspricht — im aktuellen Preis etwa 15 Milliarden Dollar wert.
Dies bringt die aktuelle jährliche Inflationsrate von Bitcoin auf fast 0,8%, bereits halb so viel wie die von Gold, und strukturell mit jedem Halbierungszyklus rückläufig.
0xTodd bemerkte, dass er zwar immer noch etwas Gold besitzt, aber Bitcoin aufgrund seines vorhersehbaren Ausgabeplans und des sinkenden Angebotswachstums bevorzugt.
Warum Zentralbanken immer noch Gold bevorzugen
Trotz des zunehmend knappen monetären Profils von Bitcoin bleibt dessen Gesamtmarktwert im Vergleich zu Gold gering.
Die geschätzte Marktkapitalisierung von Gold übersteigt 14 Billionen Dollar, während Bitcoin immer noch nur etwa ein Zwanzigstel der Größe von Gold ausmacht, was es derzeit weniger geeignet für das Reserve-Management von Zentralbanken macht.
„Bitcoin ist immer noch zu jung und zu klein für souveräne Bilanzen“, sagte der Analyst und fügte hinzu, dass Zentralbanken Liquiditätstiefe, Preisstabilität und geopolitische Neutralität priorisieren.
Unternehmen beginnen, die Lücke zu schließen
Während die Regierungen vorsichtig bleiben, beschleunigt sich die Unternehmensadoption.
Öffentliche Unternehmen und digitale Vermögensschätze haben zunehmend Bitcoin in ihre Bilanzen aufgenommen und positionieren BTC als eine Unternehmensalternative zu Gold, anstatt als souveräne — zumindest in der aktuellen Phase der Adoption.
Wie 0xTodd zusammenfasste, neigt jede Generation dazu, ihr eigenes Reservevermögen zu wählen. Gold bleibt für Staaten dominant, während Bitcoin allmählich seine Rolle unter Unternehmen und langfristigen Investoren findet.
