Die Märkte könnten mit erneuter Volatilität konfrontiert werden, wenn die US-Notenbank auf eine Reduzierung der Bilanz umschaltet, so die Kommentare von Damian Boey, Portfolio-Stratege bei Wilson Asset Management.
In einem Gespräch mit PANews sagte Boey, dass der Federal Reserve-Beamte Walsh Unterstützung für eine Senkung der Zinssätze signalisiert hat, jedoch nur unter der Bedingung, dass die Bilanz der Fed zuerst reduziert wird - ein Szenario, das Bedenken auf den globalen Märkten aufgeworfen hat.
Investoren bewerten nun die potenziellen Auswirkungen einer erneuten Straffung der Liquidität. Eine schrumpfende Bilanz des Federal Reserve würde effektiv eine der wichtigsten Quellen für fundamentale Unterstützung des Marktes entfernen, was potenziell eine Neubewertung über mehrere Anlageklassen auslösen könnte.
Boey warnte, dass Vermögenswerte, die traditionell als Nutznießer einer Expansion der Bilanz angesehen werden, darunter Gold, Kryptowährungen und Anleihen, unter Verkaufsdruck geraten könnten, wenn die Liquidität beginnt, sich zu verknappen.
Historisch gesehen haben Perioden der quantitativen Straffung sowohl auf Risiko- als auch auf Inflationsschutzanlagen gedrückt, da die reduzierte Dollar-Liquidität die Kapitalflüsse in spekulative und alternative Märkte einschränkt.
Die Kommentare kommen, während Investoren den geldpolitischen Kurs der Fed genau beobachten, wobei die Märkte zunehmend empfindlich auf Signale bezüglich der Liquiditätsbedingungen und nicht nur auf die Zinssätze reagieren.
