Morgan Stanley hat angedeutet, dass, wenn Kevin Warsh den Vorsitz der Federal Reserve übernimmt, seine Neigung, die öffentliche Kommunikation zu reduzieren, die Volatilität auf dem U.S. Treasury-Markt erhöhen könnte. Laut PANews setzt sich Warsh, der von 2006 bis 2011 als Gouverneur der Federal Reserve tätig war, dafür ein, dass Investoren wirtschaftliche Bedingungen und Politiken unabhängig bewerten, anstatt sich auf die Perspektiven der Federal Reserve zu verlassen.
Die Analyse von Morgan Stanley legt nahe, dass Warsh möglicherweise ein kleineres Bilanzvolumen der Federal Reserve bevorzugen könnte, was zu einem Anstieg der langfristigen Treasury-Renditen und einer Steilheit der Zinskurve im Vergleich zu den kurzfristigen Renditen führen könnte. Darüber hinaus könnte er die Kommunikation mit dem Markt reduzieren, indem er beispielsweise die Medieninteraktionen vor den Sitzungen des Offenmarktausschusses der Federal Reserve einschränkt und möglicherweise Werkzeuge wie die "Punktdiagramm"-Prognosen eliminiert, was die Wahrscheinlichkeit von politischen Überraschungen erhöhen und die Marktunsicherheit steigern könnte.
Einige Investoren glauben jedoch, dass Warsh möglicherweise mehr auf datengestützte Entscheidungsfindung fokussiert und einen Konsens innerhalb der Federal Reserve fördern könnte. Jeffrey Palma, Leiter der Multi-Asset-Lösungen bei Cohen & Steers, bemerkte, dass Warsh möglicherweise eher geneigt ist, auf Änderungen in den Daten zu reagieren als andere kürzliche Kandidaten.
