Gold hat eine kurzfristige Erholungsphase betreten, nachdem es einen der schärfsten Rückgänge seit Jahrzehnten erlitten hat, aber Analysten warnen, dass die Abwärtsrisiken angesichts robuster US-Wirtschaftsdaten und sich ändernder Zinserwartungen hoch bleiben.

Laut Giuseppe Dellamotta, einem Analysten der Finanznachrichtenplattform Investinglive, wurde etwa die Hälfte des jüngsten Rückgangs von Gold wieder aufgeholt, was auf eine technische Erholung anstatt auf eine strukturelle Trendwende hinweist.

Dellamotta sagte, dass die zugrunde liegenden Fundamentaldaten ungünstig bleiben für einen nachhaltigen Anstieg, was darauf hindeutet, dass die Goldpreise wahrscheinlich in einem breiten Konsolidierungsbereich unter den Höchstständen von Januar gehandelt werden oder das Risiko einer weiteren Korrektur nach unten in den kommenden Wochen oder Monaten besteht.

Jüngste US-Makrodaten haben diesen vorsichtigen Ausblick verstärkt. Der ISM Manufacturing PMI, der am Montag veröffentlicht wurde, überraschte nach oben, wobei der Index der Neuaufträge auf den höchsten Stand seit 2022 stieg. Obwohl die Daten nicht sofort einen erneuten Verkaufsdruck auslösten – da die Federal Reserve sich hauptsächlich auf den Arbeitsmarkt und die Inflationsdynamik konzentriert – hob sie die anhaltenden Risiken für Gold-Bullen hervor.

Die Marktaufmerksamkeit richtet sich nun auf die US-ADP-Beschäftigungsdaten und den ISM Services PMI, die beide später heute fällig sind. Dellamotta merkte an, dass stärkere als erwartete Werte eine hawkishere Neubewertung der Zinserwartungen auslösen könnten, was weiter auf die Goldpreise drückt.

Umgekehrt könnten schwächere Daten die Erholung von Gold ausweiten, insbesondere da sich die Märkte vorsichtig auf den US-Arbeitsmarktbericht für Non-Farm-Payrolls der nächsten Woche positionieren, was möglicherweise die Tür für einen erneuten Test – oder Durchbruch – der jüngsten Höchststände öffnet.