Forex ist die Abkürzung für „Foreign Exchange“. Es gibt weltweit mehrere Märkte, auf denen Währungen gehandelt werden.
Forex ähnelt dem, was Sie beim Geldwechsler am Flughafen tun, nur in größerem Umfang. Auch an den Wechselstuben verlieren Sie immer Geld, beim Devisenhandel haben Sie jedoch die Chance, einen Gewinn zu erzielen.
Der Devisenhandel hat viele Einsatzmöglichkeiten und wird hauptsächlich von Unternehmen genutzt, die in mehreren Währungen handeln und sich gegen die Risiken ungünstiger Wechselkursschwankungen absichern.
Im Gegensatz zu dem, was viele Anfänger denken, machen die Personen, die auf dem Devisenmarkt spekulieren, den kleinsten Teil des Devisenmarktes aus.
Genau wie Aktien ändert sich der Wert einer bestimmten Währung im Laufe der Zeit gegenüber anderen Währungen.
Es gibt zwei Möglichkeiten, mit Devisenhandel Geld zu verdienen:
#1. Niedrig kaufen und hoch verkaufen (Long-Trade)
Eine „Long“-Position bedeutet, dass man darauf wettet, dass sich der Wert des Vermögenswerts erhöht.
#2. Hoch verkaufen und niedrig kaufen (Short-Trade)
Eine „Short“-Position bedeutet, dass man darauf wettet, dass sich der Wert des Vermögenswerts verringert.
Wenn Sie über einen Aktienkurzverkauf nachdenken, denken Sie daran, dass der Kurzverkauf risikoreicher ist als der Kauf. Hier ist der Grund:
#1. Unbegrenztes Verlustrisiko: Wenn Sie eine Aktie kaufen, können Sie maximal 100 % Ihres Einsatzes verlieren, aber wenn Sie eine Aktie kurz verkaufen, gibt es kein Limit dafür, wie hoch der Aktienkurs steigen kann, und somit auch kein Limit für mögliche Verluste.
#2. Zwangskäufe: Beim Kurzverkauf einer Aktie leiht man sich Anteile, mit der Erwartung, dass der Kurs fallen wird. Wenn der Kurs stattdessen steigt, kann man gezwungen sein, die Anteile zu einem höheren Preis zu kaufen, um die kurzgeschlossene Position zu schließen, was zu einem Verlust führt.
#3. Short-Squeeze: Wenn der Kurs einer Aktie ansteigt, können Kurzverkäufer gezwungen sein, Anteile zu kaufen, um ihre kurzgeschlossenen Positionen zu schließen, was den Kurs der Aktie weiter nach oben treibt und den Kurzverkäufern zusätzliche Verluste einbringt.
#4. Hebelwirkung: Beim Kurzverkauf wird Aktien geliehen, um sie zu verkaufen, was bedeutet, dass man eine große Position mit relativ wenig Kapital kontrollieren kann. Diese Hebelwirkung erhöht jedoch auch das Potenzial für erhebliche Verluste. Dies gilt auch für Devisen.
Wie groß ist der Devisenmarkt?
Der Devisenmarkt ist der weltweit größte und liquideste Markt mit einem täglichen Umsatz von über 5 Billionen Dollar.
Der Devisenmarkt ist selbst im Vergleich zu den größten Aktienbörsen enorm groß.
Die prominentesten Akteure auf dem Devisenmarkt
Sie sollten die großen Akteure auf dem Devisenmarkt kennen, da sie mit nur einer Ankündigung bei einer Pressekonferenz oder einer bedeutenden Transaktion die Währungskurse beeinflussen können, sei es zum Aufschwung oder zum Absturz.
Können Sie die Chefs der größten Zentralbanken nennen?
Professionelle Händler achten genau auf Ankündigungen und Körpersprache der G-7-Offiziellen.
G-7 (Gruppe Sieben) ist ein Forum der sieben wirtschaftlich am stärksten entwickelten Länder der Welt: USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Japan, Kanada und Italien.
Die wichtigsten Personen, denen man aus diesen Ländern folgen und zuhören sollte, sind:
Leiter der Zentralbank.
Premierminister.
Präsident.
#1. Regierungen und Zentralbanken
Die bedeutendsten Akteure auf dem Devisenmarkt sind Regierungen und Zentralbanken, die Währungen kaufen und verkaufen, um das wirtschaftliche Wachstum und die Preisstabilität ihrer Länder auszugleichen.
Der Betrag, den Zentralbanken einsetzen, ist enorm, sodass ihre Handlungen die Devisenmärkte tiefgreifend beeinflussen.
#2. Geschäftsbanken und Investmentbanken
Große Banken handeln täglich mit Milliarden Dollar. Sie tätigen Transaktionen untereinander, mit ihren Kunden oder spekulieren selbst am Devisenmarkt.
Hier sind einige der größten Banken der Welt basierend auf ihren Gesamtaktiva:
Industrial & Commercial Bank of China: 4,65 Billionen Dollar
JPMorgan Chase - 3,13 Billionen Dollar
Mitsubishi UFJ Financial Group (Japan) - 3,1 Billionen Dollar
Bank of America - 2,35 Billionen Dollar
Wells Fargo - 1,95 Billionen Dollar
Citigroup - 1,91 Billionen Dollar
Deutsche Bank AG - 1,498 Billionen Euro
Es ist erwähnenswert, dass die Rangliste der größten Banken je nach Quelle und den verwendeten Kriterien zur Bewertung der Größe variieren kann.
#3. Große Unternehmen
Große Unternehmen verfügen über große Geldbeträge, sodass die Bewegung ihrer Vermögenswerte in großen Mengen die Währungskurse beeinflussen kann.
Zum Beispiel stürzte der japanische Yen ein, als die größten Versicherungsgesellschaften Japans begannen, ihre Vermögenswerte aus dem Land zu verlegen, weil der Yen an Wert verlor und die Zinssätze sanken.
#4. Einzelhändler
Ein einzelner Händler oder Hedgefonds kann einen erheblichen Anteil an den Aktien eines großen Unternehmens kontrollieren, sodass der Aktienkurs sinken kann, wenn er all seine Anteile verkauft.
Allerdings ist der Währungsmarkt so groß, dass einzelne Spekulanten Währungen nicht so leicht beeinflussen können wie Aktienkurse.
Es gab Fälle in der Geschichte, bei denen einzelne Händler ganze Volkswirtschaften durch ihren Devisenhandel erschüttert haben.
Zum Beispiel spielte George Soros eine entscheidende Rolle bei der Destabilisierung des britischen Pfunds im Jahr 1992, als er das Pfund verkürzte und innerhalb eines Tages etwa 1 Milliarde Dollar verdiente.
Doch Georges Geschäfte waren eine Ausnahme.
Zusammenfassung: Beobachten Sie, was die großen Institutionen tun, nicht, was einzelne Händler sagen.