CryptoQuant-CEO: Neue Geldzuflüsse für Bitcoin erschöpft, Markt könnte in mehrere Monate dauernde Seitwärtsphase eintreten
Laut der neuesten Analyse von Ki Young Ju, CEO von CryptoQuant, ist der Bitcoin-Markt nach den heftigen Schwankungen Ende 2025 nicht wie von einigen erwartet in einen Zusammenbruch oder eine schnelle Bullenphase abgerutscht, sondern vielmehr in eine langwierige und "langweilige" Seitwärtsphase eingetreten. Er geht davon aus, dass die grundlegende Ursache hierfür eine fundamentale Veränderung der Marktstruktur ist.
Ki weist darauf hin, dass das zentrale Merkmal des aktuellen Marktes die Erschöpfung neuer Geldzuflüsse ist. Obwohl Kapital nicht in Bitcoin fließt, sondern stattdessen in traditionelle Anlagen wie Aktien und Rohstoffe wechselt, hat sich auch die Trendentwicklung der Geldzuflüsse verändert, was die Relevanz früherer Zyklusmuster beeinträchtigt.
Beispielhaft sei Strategy, die etwa 673.800 Bitcoins hält. Solche langfristig orientierten institutionellen Halter werden vermutlich keine massenhafte Verkaufswelle auslösen, wodurch der Markt nicht mehr die tiefgreifenden, panikartigen Korrekturen wie in früheren Bärenmärkten erleben dürfte.
Diese Ansicht wird auch durch die auf der Blockchain beobachteten Daten von CryptoZeno gestützt. Analysen zeigen, dass der Bitcoin-Netto-Unternehmensgewinn (NUPL) sich derzeit in einer typischen Übergangsphase des frühen Aufbaus befindet, was bedeutet, dass der Markt noch lange nicht in eine Hype-Phase eingetreten ist.
Zusätzlich zeigt die letzte Wochenanalyse von Glassnode, dass sich der Markt nach der Korrektur seit Oktober des vergangenen Jahres von der Gewinnmitnahme entlastet hat, die Derivatepositionen aufgeräumt wurden und die Geldströme von US-ETFs für physische Bitcoin nun wieder netto zufließen. Dadurch wird die Gesamtstruktur des Marktes zunehmend gesünder.
Dennoch gibt es weiterhin Uneinigkeit über die zukünftige Marktentwicklung. Optimisten wie Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, glauben, dass sich der Erholungstrend von Bitcoin im Jahr 2026 fortsetzen könnte, falls die regulatorische Lage klarer wird und die makroökonomische Stabilität erhalten bleibt. Vorsichtige Analysten warnen jedoch davor, dass in den kommenden Monaten weiterhin ein Abwärtspotenzial besteht, auch wenn der kurzfristige Abwärtsraum begrenzt sein könnte.
Insgesamt wird Bitcoin aufgrund des Fehlens großer neuer Kapitalzuflüsse und der hohen Liquidität, die von langfristigen Haltern gebunden ist, vermutlich nicht mehr die früheren, heftigen Auf- und Abwärtsbewegungen durchlaufen, sondern vielmehr eine Phase der Zeitgewinnung und der Ausgleichsprozesse durch Seitwärtsbewegungen durchlaufen – eine "langweilige" Phase. Dies erfordert von Investoren eine Anpassung der Erwartungen: Statt auf kurzfristige Schwankungen zu setzen, sollte der Fokus auf eine langfristige Anlagestrategie gerichtet werden.
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