Das makroökonomische Bild wird gerade schwächer. Das Handelsbilanzdefizit wird wieder größer, während die Exporte stagnieren und die Importe hoch bleiben. Die USA verbrauchen mehr, als sie produzieren. Das ist keine Stärke. Das ist Nachfragedruck.
Die Produktivität ist gerade auf 4,2 % gestiegen. Auf den ersten Blick wirkt das bullisch. Ist es aber nicht. Die Produktivität steigt, während die Einheitslöhne auf 1,6 % ansteigen, bedeutet, dass Unternehmen mehr Output aus der gleichen Zahl an Mitarbeitern herausholen, ohne die Lohnpressung zu verringern. Die Margen bleiben unter Druck. Die Inflation verschwindet nicht.
Das echte Signal liegt im Arbeitsmarkt. Die Anträge auf Arbeitslosenhilfe sind gerade auf 226.000 von 199.000 gestiegen. Die laufenden Ansprüche stiegen auf 1,897 Mio. Der Arbeitsmarkt bröckelt, bricht aber nicht zusammen. Genau diese Umgebung wird von den Märkten falsch bewertet: Wachstumsangst steigt, während die Inflationsdruck nicht verschwindet.