DeFi-Kreditprotokolle sind langfristig in einem Dilemma gefangen:
Die Kapitalnutzung ist niedrig, während die Risikoaufschläge asymmetrisch sind.
Die Architektur von Morpho definiert 'Zinssatz' neu - nicht mehr ein einzelner Preis, sondern das Verhalten des Systems.
1. Von Preis zu Feedbacksignal
Traditionelle Kreditprotokolle betrachten den Zinssatz als statischen Preis.
Aber Morpho sieht den Zinssatz als ein Feedbacksignal der Liquidität.
Wenn die Nachfrage steigt, sollte der Zinssatz steigen, um das Angebot anzuziehen;
Wenn das Angebot übersteigt, sinkt der Zinssatz, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Dieses automatische Anpassungsmechanismus wird durch intelligente Verträge ausgeführt.
Es bildet ein dezentrales 'Temperaturkontrollsystem für den Geldmarkt'.
Zwei, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Matching-Anreize
Der Kern von Morpho liegt in der Matching-Ebene.
Ein erfolgreicher Match bedeutet, dass der Markt einen effizienten Handel abgeschlossen hat,
Das System hat dadurch den Pool-Spread eingespart.
Dieser Einsparungsanteil wird als P2P Premium Belohnung an beide Teilnehmer vergeben.
Mit anderen Worten, je häufiger die Matches, desto kleiner der Spread, desto effizienter ist das System.
Morpho monetarisiert 'Effizienz', sodass jeder Nutzer Gewinne erzielt.
Drei, die Rekonstruktion der Ertragsstufen
Die Erträge von Morpho stammen nicht aus einer einzigen Quelle:
Basisgewinne aus Aave/Compound;
Zusätzliche Erträge aus Matching-Prämien;
Einnahmen aus Governance-Token-Anreizen.
Dreischichtige Erträge, die die Kapitalnutzung langfristig über dem DeFi-Durchschnitt halten.
Vier, meine Beobachtungen
Das Zinsmodell von Morpho ähnelt eher einem adaptiven Markt.
Es lässt Preissignale als Regelmechanismus fungieren, nicht als Ergebnis.
Diese 'marktfähige' Wirtschaftsstruktur ist ein Zeichen für die Reife von DeFi.

