In den letzten zwei Jahren haben viele Menschen eine Frage gestellt: Warum ist die globale Politik plötzlich so chaotisch geworden?
Trump trat internationalen Organisationen bei, leugnete das Völkerrecht und nutzte Zölle als Waffe, um das Bündnissystem neu zu gestalten. Europa wird zwischen Sicherheit und Wirtschaft hin- und hergerissen. Entwicklungsländer hüpfen zwischen Allianzen und Überleben hin und her; auf den ersten Blick wirkt dies wie ein radikaler persönlicher Politikstil. Im Grunde genommen ist es der systematische Zusammenbruch der Nachkriegsordnung.
1. Völkerrecht war nie ein moralischer Standard, sondern eine Kostenfunktion
Die Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht auf „Gerechtigkeit“ ausgerichtet, sondern darauf, die Kosten der hegemonialen Herrschaft zu senken. Als die Vereinigten Staaten einen absoluten industriellen Vorteil hatten, war es kostengünstiger, die Regeln zu befolgen, als Gewalt anzuwenden.
So entstanden die Vereinten Nationen, WTO, IWF und das Freihandelssystem. Regeln sind die Sparpläne der Starken.
Zwei, das hohe Wirtschaftswachstum ist verschwunden, Künstliche Intelligenz treibt die gesamte Branchenstrukturveränderung voran.
Wenn die Welt in eine Phase des geringen Wachstums eintritt, führt Künstliche Intelligenz zum Verschwinden des demografischen Dividende, die Überproduktion ist ernsthaft, die Schuldenquote ist völlig außer Kontrolle, die Grenzrenditen der Technologie nehmen ab, und Regeln verteilen nicht mehr "Zuwächse", sondern beschränken nur "Bestände". Zu diesem Zeitpunkt wird die Einhaltung von Regeln zu einer Form der Selbstschwächung.
Drei, die Finanzhegemonie ist am Ende.
Das tödlichste Problem der USA ist nicht der Verlust von Produktionsstätten, sondern dass die finanziellen Renditen langfristig höher sind als die realwirtschaftlichen Renditen. Kapital ist nicht mehr bereit, Industrien aufzubauen, sondern möchte nur noch Finanzgeschäfte tätigen.
Das Ergebnis ist der Zusammenbruch der Mittelschicht, eine schrumpfende Steuerbasis und eine Finanzabhängigkeit von Schulden; Hegemonie kann nur durch Währung und Sanktionen aufrechterhalten werden. Doch wenn die ganze Welt beginnt, sich vom Dollar zu lösen, sinkt auch die Effizienz dieses Systems.
Vier, Trump ist nicht die Ursache, sondern das Ergebnis.
Trumps Zölle, Austritte und Konfrontationen sind nicht emotional, sondern strukturelle Entscheidungen.
In Zeiten des geringen Wachstums muss die Hegemonie von "Regelmanagement" zu "direkter Kontrolle der Macht" übergehen. Zölle sind nicht nur Handelsinstrumente, sondern auch Finanzinstrumente, Instrumente für die Rückführung von Industrien und politische Mobilisierungsinstrumente.
Deshalb kann Trump sagen und tun, was er will; die USA benötigen kein internationales Recht.
Fünf, Technologie wird verstaatlicht.
KI, Chips, Energie, Raumfahrt sind nicht mehr kommerzielle Wettbewerbe, sondern nationale Sicherheit.
Technische Renditen sind ungewiss und extrem hoch; der Staat muss selbst aktiv werden. Trump muss daher den Handel in einen Industriestrieg verwandeln, den Markt in ein Schlachtfeld und Allianzen in Verhandlungsinstrumente.
Die Welt bewegt sich nicht in Richtung Krieg, sondern in Richtung langfristiger Konfrontation. Dies ist ein neues Normal, das von geringem Wachstum + hoher Verschuldung + hohen Konflikten geprägt ist. Wenn Regeln das Wachstum nicht mehr verteilen können, wird die Macht zwangsläufig in ihre ursprünglichste Form zurückkehren: Zölle, Militärausgaben, Sanktionen, Ressourcen, Einfluss. Es ist nicht Trump, der der Welt den "Krieg erklärt", sondern das alte Regelwerk der Globalisierung ist bereits stark beschädigt.
Die Übergangszeit vom alten globalisierten System zu einem neuen System ist die Gelegenheit zur "Dezentralisierung". Die Blockchain, die durch Codes Regeln aufstellt, wird einige unterschiedliche Wahrnehmungsänderungen in der globalen Politik mit sich bringen.
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