Der Finanzmarkt bewegt sich immer in Zyklen, aber bei Bitcoin hat jeder Zyklus eine ganz andere Ausprägung.

Wenn 2017 ein reiner Spekulationsrausch war, und 2021 ein explosiver Anstieg gefolgt von heftigen Korrekturen, dann vermittelt der Zyklus 2024–2026 ein deutliches Gefühl von "Reife".

Die größte Veränderung liegt in der Struktur des Geldflusses. In den vorherigen Zyklen wurde Bitcoin hauptsächlich von privaten Investoren getrieben.

Die Preise steigen aufgrund von FOMO, durch soziale Medien, durch Geschichten über schnelles Reichtum. Wenn sich die Stimmung umkehrt, bricht der Markt sehr schnell ein und hinterlässt Rückgänge von 80–90%, die nicht selten sind.

Bis 2026 ist Bitcoin in das traditionelle Finanzsystem eingetreten. Das Auftauchen von Bitcoin Spot ETF-Fonds macht institutionelles Kapital zunehmend wichtiger.

Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen oder große Finanzinstitutionen handeln nicht emotional. Sie akkumulieren langsam, planmäßig und halten langfristig. Genau das macht Bitcoin weniger extrem in seiner Volatilität, obwohl es weiterhin Risiken gibt.

Eine weitere wichtige Veränderung ist die Rolle des Halvings. Über viele Jahre wurde Halving als Leitfaden für den gesamten Preiszyklus betrachtet. Der Zyklus 2024–2026 hat jedoch das alte Muster durchbrochen, als Bitcoin kurz vor dem Halving 2024 ein neues Allzeithoch erreicht hat.

Dies zeigt, dass die Nachfrage von Organisationen groß genug ist, um den technischen Faktor des Angebots zu überlagern. Bitcoin reagiert zunehmend wie ein makroökonomisches Asset, empfindlich gegenüber Inflation, Zinsen und Geldpolitik, anstatt nur auf interne Ereignisse der Blockchain.

Im Gegensatz dazu zeigt der Altcoin-Markt eine heftige Fragmentierung. Die Zeit, in der „wenn Bitcoin steigt, steigen alle Coins“, ist nahezu zu Ende.

Das Geld fließt nicht mehr gleichmäßig, sondern konzentriert sich auf einige wenige Bereiche mit klaren Anwendungen wie KI, Tokenisierung von realen Vermögenswerten oder Layer-2-Lösungen. Viele Projekte, die im Zyklus 2021 sehr bekannt waren, konnten nicht zu ihren alten Höchstständen zurückkehren, obwohl Bitcoin weiterhin hochpreisig bleibt.

Die Stimmung der Investoren hat sich ebenfalls erheblich verändert. Während Bitcoin früher in der Hoffnung auf schnellen Reichtum gekauft wurde, wird es bis 2026 zunehmend als langfristiges Absicherungsasset, ähnlich wie Gold, angesehen. Ein klareres rechtliches Umfeld trägt dazu bei, dass der Markt weniger chaotisch ist, und irrationale Abstürze aufgrund von Massenpanik seltener auftreten, stattdessen gibt es technische Korrekturen.

Der Zyklus 2024–2026 zeigt, dass Bitcoin sich von dem Bild eines Glücksspieles entfernt. Es ist nicht mehr nur das Asset der Technologiebranche oder von Risikoinvestoren, sondern hat sich zu einem Teil des Anlagegedankens großer globaler Geldströme entwickelt.
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