Eine seit fast 20 Jahren ruhende Datenlage hat kürzlich plötzlich den Rekord gebrochen.
Die Rendite der japanischen 40-jährigen Staatsanleihen hat seit 2007 erstmals die 4%-Marke überschritten. Viele mögen denken, 40 Jahre sind zu weit entfernt und 4% sind nicht hoch. Aber du musst wissen, dass Japan das Land mit dem größten Schuldendruck weltweit ist; die Veränderung dieser Zahl preist tatsächlich die Kosten des globalen Kapitals neu. Warum beginnt der Markt an diesem Punkt, japanische Staatsanleihen kollektiv zu verkaufen?
Der direkteste Treiber hinter diesem Szenario ist die Politik, die die neue Premierministerin von Japan, Sanae Takaichi, bald umsetzen wird. Sie plant, vor den Wahlen im Februar zwei Signale zu senden:
Erstens, 135 Milliarden US-Dollar in fiskalische Anreize zu investieren,
zweitens, die Erhebung der Lebensmittelverbrauchsteuer für zwei Jahre auszusetzen.
Aus der Perspektive der Regierung versucht man, durch Geldspritzen + Steuersenkungen Wirtschaftswachstum zu erzielen, um die Schulden zu verdünnen. Aber für Investoren sieht es so aus, als ob ein Unternehmen mit bereits hohen Verschuldungsquoten weiterhin die Hebelwirkung erhöhen will, um zu expandieren. Die Frage ist also: Warum unterstützt der Markt die Kreditaufnahme der japanischen Regierung nicht mehr bedingungslos wie früher?
Früher wurden japanische Staatsanleihen gekauft, weil die Zinsen niedrig und die Erwartungen stabil waren. Aber jetzt hat die Verschuldung Japans 250% des BIP erreicht, und die Regierung sucht weiterhin nach Möglichkeiten, die Ausgaben zu erhöhen. Das führt zu einem Problem: Es gibt nicht genügend langfristige Käufer. Traditionelle Käufer wie Lebensversicherungsunternehmen und Pensionsfonds verlangen jetzt immer höhere „Prämien“. Die Leute sind nicht mehr bereit, für so wenig Zinsen das Risiko der nächsten 40 Jahre zu übernehmen.
Wenn die ursprünglich stabilsten Staatsanleihen ins Wanken geraten, wird das unsere Vermögenswerte beeinflussen?
Im nächsten Abschnitt sprechen wir weiter.