Im System von Dusk sind Regeln kein einmal festgelegtes Konzept, sondern werden durch ein aufrüstbares System beschränkt. Doch regulierte Vermögenswerte haben eine feste Voraussetzung: Regeln können sich ändern, neue Regeln dürfen den bereits rechtlich geschehenen historischen Zustand nicht negieren. Das führt zu einer sehr konkreten Frage – wie geht das Beweissystem mit der Grenze zwischen "altem Zustand" und "neuen Transaktionen" um, wenn sich die Regeln ändern? Im Transaktionspfad von Dusk bezieht sich der Beweis nur auf "bevorstehende Zustandsänderungen" und nicht auf die rückblickende Neuinterpretation der Geschichte. Das bedeutet, dass Regeländerungen nicht erfordern, dass für bestehende Vermögenszustände neue Beweise generiert werden, noch dass in der Vergangenheit legale Transaktionen unter den neuen Regeln illegal werden. Das System verlangt lediglich: Ab dem Zeitpunkt, an dem die Regeländerung in Kraft tritt, müssen alle nachfolgenden Transaktionen die neuen Beweisvorgaben erfüllen. Diese Anforderung ist in der Umsetzung äußerst wichtig. Die Regeländerung selbst muss ein on-chain-erkennbares Ereignis sein, das definiert, ab welchem Blockhöhe oder Zeitpunkt die neuen Regeln in Kraft treten. Bei der Generierung von Beweisen wird ausdrücklich auf die aktuell gültige Regelversion verwiesen und nicht vage „nach den neuesten Regeln“. Solange die Regelversion, auf die sich der Beweis bezieht, nicht mit der aktuellen Version on-chain übereinstimmt, wird die Validierung nicht bestehen. Das direkte Ergebnis ist: Der Beweis trägt von Natur aus die Semantik der Regelversion. Die Legalität einer Transaktion hängt nicht nur vom Inhalt der Transaktion selbst ab, sondern auch davon, unter welcher Regelversion sie bewiesen und validiert wurde. Dies ermöglicht es dem System, drei Dinge klar zu unterscheiden: Welche Transaktion unter den alten Regeln legal stattfand, welche Transaktion unter den neuen Regeln erlaubt ist und welche Transaktionen aufgrund der Nichteinhaltung neuer Regeln abgelehnt werden. Ohne diese Unterscheidung würde das System vor zwei extremen Problemen stehen: Entweder müsste die Regeländerung historische Zustände zurücksetzen oder neu interpretieren, oder die Regeländerung wäre bedeutungslos, da das System nicht zwischen dem Anwendungsbereich der "alten und neuen Regeln" unterscheiden kann. Dusk wählt es, die Regelversion direkt in den Beweisweg einzubinden, was bedeutet, dass die "Grenze der Regelwirksamkeit" zu einem on-chain verifizierbaren Fakt wird und nicht zu einer Betriebsvereinbarung.

DUSK
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