Putin über Grönland: „Keine unserer Angelegenheiten“ — Doch die Geopolitik erzählt eine größere Geschichte

Während die Spekulationen über einen möglichen Schritt der USA in Bezug auf Grönland zunehmen, hat der russische Präsident Wladimir Putin Moskau öffentlich von der Angelegenheit distanziert – während er dennoch pointierte Kommentare abgibt, die tiefere geopolitische Implikationen offenbaren.

Putins offizielle Position

Bei einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats am 21. Januar 2026 erklärte Präsident Putin, dass die Zukunft Grönlands ausschließlich eine Angelegenheit für Washington und Kopenhagen sei und betonte, dass Russland keine direkte Rolle oder Interesse an möglichen Verhandlungen habe.

„Das ist nicht unser Geschäft“, sagte Putin und stellte die Angelegenheit als bilaterales Thema zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark dar.

Seine Bemerkungen gingen jedoch über einfache Neutralität hinaus.

Bewertung und Historischer Vergleich

Putin zog einen historischen Vergleich zum Kauf von Alaska durch die USA im Jahr 1867, der damals nur 7,2 Millionen Dollar kostete. Mit diesem Maßstab schätzte er den modernen Wert Grönlands auf 200–250 Millionen Dollar und fügte hinzu, dass, wenn man die Goldpreise berücksichtigt, sein tatsächlicher Wert bis zu $1 Milliarden erreichen könnte.

Der Vergleich unterstrich subtil, wie dramatisch strategische Landgüter zum Zeitpunkt des Erwerbs unterschätzt werden können – nur um später geopolitisch unbezahlbar zu werden.

Kritik an Dänemark

Während Russland von dem Deal Abstand nahm, kritisierte Putin offen Dänemarks historische Verwaltung Grönlands und beschrieb sie als „hart, wenn nicht sogar grausam“ und verwies auf den Status Grönlands als effektiv kolonial.

Diese Darstellung passt zu Moskaus breiterer Erzählung, die westliche koloniale Vermächtnisse kritisiert, während es sich als externer Beobachter positioniert.

Breitere geopolitische Implikationen

Strategische Freude in Moskau

Laut geopolitischen Analysten begrüßt der Kreml stillschweigend die Spannungen, die die Frage Grönlands zwischen den USA und ihren NATO-Partnern geschaffen hat. Die Situation wird als Offenlegung interner Brüche innerhalb der transatlantischen Allianz gesehen, etwas, das Russland seit langem zu betonen versucht.

NATO Unter Druck

Am 20. Januar 2026 ging der russische Außenminister Sergey Lawrow weiter und behauptete, dass die Grönland-Kontroverse eine „tiefe Krise“ innerhalb der NATO signalisiere, und schlug vor, dass die Allianz Schwierigkeiten haben könnte, als einheitlicher militärisch-politischer Block zusammenzuhalten.

Arktische Sicherheitsbedenken

Trotz der offiziellen Haltung der Gleichgültigkeit sind nicht alle russischen Stimmen entspannt. Einige Militäranalysten und Blogger haben gewarnt, dass eine stärkere US-Präsenz in Grönland als strategischer Engpass wirken könnte, was Russlands Nordflotte und seine langfristigen arktischen Ambitionen potenziell bedrohen könnte.

Eine bequeme Ablenkung?

Pro-Kreml-Medien haben ebenfalls argumentiert, dass der plötzliche globale Fokus auf Grönland die internationale Aufmerksamkeit bequem von dem laufenden Krieg in der Ukraine ablenkt und Schlagzeilen sowie diplomatische Energie woanders hin verschiebt.

Wichtigste Erkenntnis

Während Moskau öffentlich Neutralität behauptet, beobachtet Russland offensichtlich genau, wie Grönland zu einem Brennpunkt in der globalen Machtpolitik wird. Ob als Bewertungsdebatte, NATO-Stresstest oder strategische Arktis-Manöver betrachtet, hebt die Situation hervor, wie geopolitische Verschiebungen aus scheinbar fernen Territorien entstehen können – mit Auswirkungen weit über ihre Grenzen hinaus.

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