Circle CEO: Stablecoins wachsen jährlich um ~40%, während Banken in die Produktion übergehen

Die Akzeptanz von Stablecoins beschleunigt sich im globalen Bankensystem, da Banken von Pilotprogrammen zur vollständigen Implementierung übergehen, so Circle CEO Jeremy Allaire. In der CNBC-Sendung Squawk Box in Davos, Schweiz, sagte Allaire, dass eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von etwa 40% eine „vernünftige Basis“ ist, während die Branche über die Experimentierphase hinausgeht und in die reale Nutzung eintritt.

Allaire bemerkte, dass Banken nicht mehr darüber debattieren, ob Stablecoins ins Finanzsystem gehören. Stattdessen hat sich der Fokus auf Zeitpläne, Integration und Skalierung von Anwendungsfällen über Zahlungen, Kapitalmärkte und tokenisierte Vermögenswerte verschoben. Er sagte, dass Circle Gespräche mit nahezu jeder großen Bank weltweit geführt hat, während die Volumina von USDC weiterhin über große Zahlungsnetzwerke wie Visa und Mastercard wachsen.

Während einige Prognosen darauf hindeuten, dass Stablecoins innerhalb weniger Jahre 6 Billionen USD im Angebot überschreiten könnten, äußerte Allaire einen vorsichtigeren Ton. Er wies darauf hin, dass das Angebot von USDC in den letzten zwei aufeinander folgenden Jahren um etwa 80% im Jahresvergleich gewachsen ist, während Circle langfristiges Wachstum näher bei 40% jährlich sieht, hauptsächlich getrieben durch Zahlungen und Abwicklungen und nicht durch spekuläre Nachfrage.

Die regulatorische Debatte konzentriert sich zunehmend auf Anreize. Während die Gesetzgeber daran arbeiten, ein umfassendes Gesetz zur Marktstruktur für Krypto abzuschließen, das Präsident Donald Trump gesagt hat, dass er hofft, es bald zu unterzeichnen, bleiben Banken und Krypto-Unternehmen über die Belohnungen für Stablecoins gespalten. Der GENIUS Act verbietet Emittenten, direkten Zins an Inhaber zu zahlen, verbietet jedoch nicht ausdrücklich Belohnungen von Dritten, eine Lücke, die Banken argumentieren, könnte Einlagen vom traditionellen System abziehen. Allaire sagte, dass der Streit die Sicht der Regulierungsbehörden auf Stablecoins als Zahlungsmittel widerspiegelt, wobei die Meinungsverschiedenheiten auf Anreizstrukturen und nicht auf deren Rolle in der Finanzwelt konzentriert sind.