Die Performance von Altcoins unterscheidet sich eindeutig von den früheren Abwärtszyklen. In der Vergangenheit gab es bei Bitcoin und Ethereum nur leichte Rückgänge, während Altcoins systematische Abverkäufe erlebten; in dieser Runde jedoch sind die Rückgänge von BTC und ETH deutlicher ausgeprägt, während die Rückgänge der Altcoins offensichtlich geringer sind. Dies deutet darauf hin, dass sich der Preisbildungsmechanismus geändert hat.

Einerseits haben Altcoins in den letzten zwei Jahren eine vollständige Bewertungsbereinigung durchlaufen. Die Anteile sind stark verteilt, die Positionen der Kleinanleger wurden erheblich reduziert, die Freigabe und Verkaufsdruck wurden weitgehend abgebaut, und der marginale Verkaufsdruck hat signifikant abgenommen. Der gegenwärtige Widerstand gegen Rückgänge ist nicht das Ergebnis einer aktiven Käufe, sondern das natürliche Ergebnis der Erschöpfung der Verkaufsseite.

Andererseits wird die Liquiditätsstruktur neu gestaltet. ETFs lenken kontinuierlich neues Kapital in Bitcoin, während das Staking-System von Ethereum das zirkulierende Angebot verknappen. Der Markt bewertet Altcoins nicht mehr mit hoher Volatilität, sondern beginnt zu unterscheiden, ob sie „Überlebenswerte“ haben. Daher fallen Tail-Assets nicht mehr drastisch, und einige Projekte mit klarer Positionierung beginnen, relativ stabil zu sein.

Bedeutet das, dass eine Umkehr bevorsteht? Eine vernünftigere Einschätzung wäre, dass wir uns in einer Phase der Bodenbildung befinden, und nicht in einem trendbasierten Aufstieg. Eine echte Umkehr geht normalerweise mit einer Seitwärtsbewegung von Bitcoin, einer Stärke von Ethereum und einem Diffusionseffekt innerhalb der Altcoins einher; diese Bedingungen sind derzeit noch nicht gegeben. Aber die allmähliche Stärkung deutet darauf hin, dass die Marktkapitalisierung wirklich nicht mehr so überbewertet ist wie früher!